Leinöl härtet oxidativ aus und nährt tiefer, Walnussöl betont die Maserung warm, Jojobaöl bleibt stabil und neigt kaum zum Ranzigwerden. Mischen Sie kleine Mengen frisch, arbeiten Sie dünn in Faserrichtung, und polieren Sie nach der Einwirkzeit trocken aus. Eine Anekdote aus meiner Werkbank: Ein stumpfer Esstisch gewann allein durch zwei hauchfeine Schichten wieder Tiefe, ohne Glanzpanzer, nur ein seidiges, natürliches Leuchten, das Hände gern berühren.
Apfelessig aus ganzen Früchten bringt eine sanfte Säure mit, die alte Seifenreste, Kalkschlieren und Fettfilme löst, ohne Holz zu schädigen, wenn er richtig verdünnt wird. Hydrolate aus Lavendel oder Rosmarin liefern feine Duftnoten und zusätzliche Pflanzenstoffe. Mischen Sie stets mit weichem, lauwarmem Wasser, testen Sie den Geruch, und wischen Sie sofort trocken nach. So entsteht Sauberkeit ohne stechende Dämpfe, während die Oberfläche spürbar glatter und angenehm neutral bleibt.
Carnaubawachs, gewonnen aus Palmblättern, bildet eine robuste, vegane Schutzschicht, die Wasser abperlen lässt und dennoch Holzporen atmen lässt. In warmer Bain-Marie mit wenig Leinöl gelöst, entsteht eine geschmeidige Politur. Tragen Sie sparsam mit Baumwolltuch auf, lassen Sie kurz anziehen, und polieren Sie in weiten Kreisen. Ergebnis ist kein künstlicher Hochglanz, sondern ein fein gebrochener Schimmer, der Krümel weniger anhaften lässt und tägliche Pflege spürbar erleichtert.
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